69. Wehrversammlung der FF Ettendorf

Bericht und Fotos von Gerhard Langmann

Dass die Feuerwehren rasch zur Stelle sind, ist hinlänglich bekannt. Auch die Freiwillige Feuerwehr Ettendorf zeigte sich am vergangenen Samstag von ihrer straffen Seite und absolvierte ihre Wehrversammlung in schlanken sechzig Minuten.

Nach der Begrüßung der Kameraden und der Gäste Bereichskommandant OBR Josef Gaich, EABI Anton Schmidt, Ehrenmitglied Eduard Reinbacher, Vizebürgermeister Karl Bohnstingl und Bürgermeister a.D. Anton Ruhri rief Kommandant ABI Markus Schauer zum Totengedenken. Anschließend brachte OLM dV. Andreas Peinhopf das Protokoll der letzten Wehrversammlung zur Verlesung. Es wurde von der Wehrversammlung einstimmig genehmigt.

 

Etliche Veranstaltungen abgesagt

 

„Es war ein ruhiges, aber herausforderndes Jahr“, stellte ABI Markus Schauer seinen Tätigkeitsbericht unter das Motto „abgesagt“. Denn Maibaum aufstellen, Sommerfest und Dorfschnapsen konnten Covid-19-bedingt nicht durchgeführt werden, einzig Friedenslicht- und Kalenderaktion gingen über die Bühne. Dasselbe Bild bot sich im Übungs-, Ausbildungs- und Wettbewerbsbereich, die von Absagen gekennzeichnet waren. Auch hier Ausnahmen: die Besuche beim Fetzenmarkt in St. Josef, beim Kameradschaftsbund Stainz und bei Feuerwehrsitzungen. Erfreulich: Zum Personalstand von 31 Aktiven, fünf Jugendlichen und zwei Kameraden in Reserve gesellten sich mit Karina Fellner ein Jugendmitglied und mit Christian Schweiger ein Gastmitglied dazu. Mit 1.657 freiwilligen Arbeitsstunden gab es gegenüber dem Vorjahr deutlich weniger Einsätze.

 

Das Programm für heuer: Die Feuerlöscherüberprüfungsaktion wurde bereits durchgeführt, auf der Agenda verbleiben der Bewerbsgruppeneinsatz in Frauental, die Branddienstleistungsprüfung mit der FF Rossegg, der Abschnittstag in Ettendorf und das Dorfschnapsen im Rüsthaus. „Die Zeit war nicht immer leicht“, richtete Schauer seinen Dank für das Engagement an die Kameraden, EABI Anton Schmidt, die Marktgemeinde Stainz und den Bezirksbereichsverband.
Ein straffer Ablauf kennzeichnete auch die Berichte der Sonderbeauftragten. Ausbildungen, Vorträge, Wissenstest, Sportveranstaltungen und 304 freiwillige Arbeitsstunden vermeldete OBI Markus Fellner für den Jugendbereich. Er hängte (für Martin Stiegler) auch gleich den Atemschutz an, für den er über 13 Geräteträger und die Funktionsfähigkeit aller Geräte berichtete. Die Ordnungsmäßigkeit der Geräte konnte auch Wolfgang Zwetti für den Bereich Funk anführen, der auf die regelmäßige Sirenenprobe verwies. Elf Teilnehmer waren beim Erste-Hilfe-Kurs, zudem wurde mit der FF Stallhof die Monatsübung abgehalten und ein neues Beinboard in Betrieb genommen, war dem Bericht von Sanitäter Stefan Waterl zu entnehmen. Über die Reparatur am Notstromaggregat und einen einsatzbereiten Gerätepark informierte OLM Karl Papst. Recht leer der Bericht vom Seniorenbeauftragten Eduard Reinbacher: alle Veranstaltungen abgesagt.
Über die Finanzen der Wehr und ein trotz Corona erwirtschaftetes leichtes Plus berichtete Kassier Helmut Schauer in seinem Kassabericht. Über Antrag der Rechnungsprüfer Martin Bauer und Wolfgang Kumpusch wurde dem Kassier die einstimmige Entlastung erteilt. Zu den Rechnungsprüfern für das laufende Jahr wurden Rafael Kohlberger und Gottfried Peinhopf bestellt.

 

Verdienstvolle Leistungen

 

Alles auf! hieß es zur Angelobung von Benjamin Höller, der vom Jungfeuerwehrmann in den Aktivstand wechselte. Die Auszeichnungen, Beförderungen und Angelobungen wurden von OBR Josef Gaich vorgenommen. Ohne Handschlag, deswegen nicht weniger intensiv, wurden folgende Kameraden geehrt: Helmut Schauer, Dominik Kumpusch (Verdienstkreuz Bereichsfeuerwehrverband in Bronze), OLM Andreas Peinhof, OFM Lukas Schöller, OBI Markus Fellner, OFM Florian Kumpusch, OLM Karl Papst (Katastrophenhilfemedaille Land Steiermark), LM Gottfried Peinhopf (Ehrenzeichen Land Steiermark für 50 Jahre verdienstvollen Einsatz), EBM Anton Hiebler (Ehrenzeichen Land Steiermark für 60 Jahre verdienstvollen Einsatz). Zum Hauptlöschmeister befördert wurde OLM Andreas Peinhopf, während Hanna Fellner, Klemens Fellner und Anja Langmann zum bestandenen Wissenstest beglückwünscht wurden.

 

„Ich kann nur bildlich die Hand reichen“, nahm Bereichsfeuerwehrkommandant Josef Gaich Bezug auf die Corona-Zeit, die in der Einsatzbereitschaft (plus 9 Prozent) allerdings nicht ablesbar war. „Wir haben unsere Aufgaben erfüllt“, stellte er den 3.773 Feuerwehrmitgliedern im Bereich ein gutes Zeugnis aus. Positives auch von den Frauen, die im Anteil um zehn Prozentpunkte zugenommen haben. Nicht glücklich zeigte er sich mit der Impfstrategie des Landes für die Feuerwehren, die sich letztlich in der Rolle als Lückenbüßer wiederfanden. Die Zeit für die Umrüstung auf die neuen Uniformen bezifferte er mit fünf Jahren.

 

Er habe gerne unterstützend gewirkt, ließ EABI Anton Schmidt wissen, der gerne die Funktion des Seniorenbeauftragten für den Abschnitt übernommen habe. Den guten Umgang der Wehr mit den Corona-Bestimmungen stellte Vizebürgermeister Karl Bohnstingl in seiner Grußadresse heraus. „Das Geld ist gut angelegt“, nahm er auf die Zahl von elf Feuerwehren in der Gemeinde Bezug. Trotzdem seine Bitte: „Beim Ankauf der neuen Uniformen bitte behutsam vorgehen.“ Sein abschließender Wunsch an die Kameraden: viele Übungen, viel Geselligkeit, wenige Einsätze!

Mit dem Dank für das Kommen an Kameraden und Gäste schloss ABI Markus Schauer nach einer knappen Stunde die Wehrversammlung mit einem dreifachen Gut heil!

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